Wilhelm Tell
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Wilhelm Tell.
Ein Schauspiel
von
Schiller.
Stuttgart.
Cotta’scher Verlag.
1862.
Personen.
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Hermann Geßler, Reichsvogt
in Schwytz und Uri.
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Werner, Freiherr
von Attinghausen, Bannerherr.
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Ulrich von Rudenz, sein
Neffe.
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Werner Stauffacher,
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Landleute aus Schwytz.
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Konrad Hunn,
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Itel Reding,
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Hans auf der Mauer,
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Jörg im Hofe,
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Ulrich der Schmid,
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Jost von Weiler,
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Walther Fürst,
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aus Uri.
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Wilhelm Tell,
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Rösselmann, der Pfarrer,
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Petermann, der Sigrist,
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Kuoni, der Hirt,
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Werni, der Jäger,
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Ruodi, der Fischer,
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Arnold vom Melchthal,
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aus Unterwalden.
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Konrad Baumgarten,
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Meier von Sarnen,
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Struth von Winkelrieth,
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Klaus von der Flüe,
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Burkhart am Bühel,
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Arnold von Sewa,
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Pfeifer von Luzern.
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Kunz von Gersau.
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Jenni, Fischerknabe.
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Seppi, Hirtenknabe.
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Gertrud, Stauffachers Gattin.
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Hedwig, Tells Gattin, Fürsts Tochter.
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Bertha von Bruneck, eine reiche Erbin.
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Armgart,
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Bäuerinnen.
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Mechthild,
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Elsbeth,
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Hildegard,
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Walther,
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Tells Knaben.
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Wilhelm,
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Frießhardt,
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Söldner.
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Leuthold,
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Rudolph der Harras, Geßlers Stallmeister.
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Johannes Parricida, Herzog von Schwaben.
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Stüssi, der Flurschütz.
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Der Stier von Uri.
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Frohnvogt.
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Meister Steinmetz,
Gesellen und Handlanger.
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Oeffentliche Ausrufer.
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Barmherzige Brüder.
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Geßlerische und
Landenbergische Reiter.
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Viele
Landleute, Männer
und Weiber aus den Waldstätten.
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Erster Aufzug.
Erste Scene.
Hohes Felsenufer des Vierwaldstättersees, Schwytz gegenüber.
Der See macht eine Bucht ins Land, eine Hütte ist unweit dem Ufer, Fischerknabe fährt sich in einem Kahn. Ueber den See hinweg sieht man die grünen Matten, Dörfer und Höfe von Schwytz im hellen Sonnenschein liegen. Zur Linken des Zuschauers zeigen sich die Spitzen des Haken, mit Wolken umgeben; zur Rechten im fernen Hintergrund sieht man die Eisgebirge. Noch ehe der Vorhang aufgeht, hört man den Kuhreihen und das harmonische Geläute der Heerdenglocken, welches sich auch bei eröffneter Scene noch eine Zeit lang fortsetzt.
Fischerknabe (singt im Kahn).
Melodie des Kuhreihens.
Es lächelt der See, er ladet zum Bade,
Der Knabe schlief ein am grünen Gestade,
Da hört er ein Klingen,
Wie Flöten so süß,
Wie Stimmen der Engel
Im Paradies.
Und, wie er erwachet in seliger Lust,
Da spielen die Wasser ihm um die Brust.
Und es ruft aus den Tiefen:
Lieb Knabe, bist mein!
Ich locke den Schläfer,
Ich zieh ihn herein.
Hirt (singt auf dem Berge).
Variation des Kuhreihens.
Ihr Matten, lebt wohl!
Ihr sonnigen Weiden!
Der Senne muß scheiden,
deine Stelle wird wiederhergestellt…
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